Archiv für die Kategorie Einführung

Die Weltanschauung der Atoin Meto

Die Kultur der Atoin Meto in Westtimor
Ein quellenkritischer Überblick über die ethnographische Literatur

Einleitung

Gegenstand dieses kommentierten Literaturüberblicks sind die symbolischen Klassifikationen und die religiösen Überzeugungen der Atoin Meto in Westtimor wie sie die verfügbaren ethnographischen und ethnologischen Quellen dargestellen. Die Qualität eines solchen Überblicks hängt immer von Zustand der vorhandenen Artikel, der Buchbeiträge und der wenigen Monographien ab. Diese Synopsis der Quellen greift auf Untersuchungen zurück, die zwischen 1830 und 1980 publiziert wurden.

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Die Kultur der Atoin Meto

Die Kultur der Atoin Meto in Westtimor

Die ethnographischen und ethnologischen Studien und Untersuchungen, die ich in diesem Webblog publiziere, enthalten meine Forschungen über die Kultur der Atoin Meto in Westtimor aus den Jahren seit 1986. In thematisch zusammenhängenden Forschungen beschäftige ich mich insbesondere mit der textilen Tradition sowie der mündlichen Dichtung der Atoin Meto als deren bevorzugte symbolische Kommunikationssysteme.

Die Ergebnisse meiner Forschungen sind in drei Bereiche gegliedert:

  • Ethnographie der Atoin Meto (Ethnologie);
  • die textile Tradition der Atoin Meto (Textilien);
  • die mündlichen Dichtungen der Kuan Fatu-Chronik (Dichtung).

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Forschungsprojekt Atoin Meto

Den
Herren des Waldes und den Krieger-Kopfjägern des Waldes
den vier Stieren und den vier Männern
nämlich Ton und Finit, Babis und Sapai
ihrem Land und ihrem See
in Mai und Nai Lete, in Kua Muke und Bi Taek

Dort trafen sie sich und dort versammelten sie sich
Auf ihren Schoß nahmen sie mich dort, auf ihre Schultern hoben sie mich dort

Was mag doch größer und wichtiger sein, denn so viel Toten das Leben, dem Vergessenen das ewige Gedächtnis, dem Verfinsterten das Licht wieder schaffen und geben.

Johannes Aventinus (1534) formuliert das Programm, dem sich Ethnologie, Literatur und Geschichtswissenschaft ohnehin verschrieben haben. Wer sich für die austronesischen Kulturen Indonesiens im allgemeinen interessiert, für ethnologische und literarische Themen im besonderen, wer sich darüber hinaus nicht scheut, auch längere wissenschaftliche Texte zu lesen, hat den richtigen Blog geöffnet.

Vorbemerkung

Die Texte dieses Weblogs sind den Atoin Meto in Westtimor gewidmet, einer Bevölkerung, die in Timor seit Jahrhunderten heimisch ist. Sie nennen sich Meto oder Atoin Meto – die Einheimischen. Nicht jeder meiner Texte ist selbsterklärend. Will es auch nicht sein, da jeder Text sich mit nur einem Aspekt dieser Kultur beschäftigt. Erst die Gesamtheit aller Texte, sollte mein Atoin-Meto-Projekt wirklich einst abgeschlossen sein, zeigt einen größeren Ausschnitt dieser faszinierenden, ostindonesischen Kultur, ein Fragment, dass darüber durch meine Perspektive und Handschrift geprägt ist. Das bedeutet aber auch: Es gibt weitere Sichtweisen und Blickwinkel, die ich als Einzelner gar nicht alle wahrnehmen und berücksichtigen kann. Die dezentralisierte, territorial differenzierte, feudale vor-indonesische Kultur der Atoin Meto tradiert ihre Geschichte in einer Vielzahl konkurrierender Versionen – den klanzentrischen mündlichen Dichtungen regionaler Geschichte.

Atoin Meto Reloaded setzt die Präsentation meiner Westtimor-Forschungen fort, Texten zur oralen Literatur und textilen Ikonographie, die ich seit Beginn der 1990er Jahre in Printmedien und von 1999 bis 2015 online in Vingilot – Beiträge zur Anthropologie publiziert habe. Reloaded im Titel dieses wissenschaftlichen Web-Projekts weist daraufhin, dass ich in Atoin Meto Reloaded eine Neuordnung präsentiere, die über das inzwischen eingestellte Projekt Vingilot hinausreicht.  In Atoin Meto Reloaded publiziere ich fortschreitend meine noch unveröffentlichten Atoin-Meto-Materialien, bearbeite sie wissenschaftlich und mache sie öffentlich zugänglich.
Mein Web-Projekt Vingilot – Beiträge zur Anthropologie war nie als abgeschlossenes Projekt gedacht, sondern stellte eine Plattform dar, die den Fortschritt und die Ergebnisse meiner ethnologischen Arbeiten reflektieren sollte. Der jeweils aktuelle Stand meines wissenschaftlichen Dialogs mit meinen umfangreichen Feldforschungsdaten war immer nur so aktuell, wie meine Interessen und Forschungen.

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