Grammatik des Uab Meto

1. Der Uab Meto-Wortstamm
Die Wortstämme des Uab Meto sind ein- oder zweisilbig. Die Majorität der Wortstämme besteht allerdings aus zwei Silben. Vereinzelt vorkommende polysyllabische Wortstämme, die nicht auf eine Affigierung zurückgeführt werden können, bilden eine seltene Ausnahme. Uab Meto-Wortstämme können selbst ein Wort sein oder durch Affigierung neue Worte bilden. Affixe verändern die phonetische Struktur des Wortstamms nicht prinzipiell, sondern erweitern sie durch eine zusätzliche Vokale, Konsonanten oder eine Vokal-Konsonaten-Verbindung. Ein- oder zweisilbige Wortstämme verändern sich durch Präfigierung oder Suffigierung in polysyllabische Worte.

Die Wortstämme des Uab Meto weichen teilweise von der von Dempwolff (1934-38) für austronesische Sprachen beschriebenen phonetischen Struktur ab. Im Gegensatz zu den westindonesischen Sprachen ist der numerisch größere Anteil von monosyllabischen Worten sowie die größere Beteiligung von Vokalen und Diphtongen bei der Wortbildung besonders auffällig.
Bei den zweisilbigen Wortstämmen des Uab Meto ist die phonetische Struktur komplexer und die Nähe zu Dempwollfs, vorwiegend an westindonesischem Material gewonnenen Erkenntnissen, nur noch ausnahmsweise gegeben (V, Vokal; K, Konsonant):

  • VV – ai, ao, au;
  • VVK – uab;
  • VKV – afu, aki, ama, ena, abi, amu, afa, oli, ana, ane, asi, ate, ume;
  • VKVK – abas, akun, aluk, aset, anet, atis;
  • KVKV – baki, banu, basa, bani, bati, beti, meto, mone, feto, sopo, bena;
  • KVKVK – ba` an, ba` at, bahan, nanan, balan, banam, benas, benat.

2. Die wichtigsten Uab Meto-Wortarten
Im Uab Meto-Satz, wie im Tonis-Vers der rituellen Rede, werden Wörter als selbständige sprachliche Elemente gebraucht, die auf Grund der unterschiedlichen Formmerkmale, Anordnung und Beziehungen zueinander verschiedenen Gruppen oder Klassen angehören, den sogenannten Wortarten (Duden, 1984:88-91; Bussmann, 1990:850). Bei den wichtigsten Wortarten, die im alltäglich gesprochenen Uab Meto häufig vorkommen, handelt es sich um Substantive, Verben, Adjektive (die Hauptwortarten), um Begleiter oder Stellvertreter des Substantivs, um Pronomen (einem Artikel kennt das Uab Meto nicht) sowie um Partikeln wie Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen:

2.1 Wörter wie

atoni (´Mann´), bife (´Frau´), un (´Baumstamm´), kanan (´Name´), sunu (´Löffel´), bikase (´Pferd´), anin (´Wind´), kolo (´Vogel´), atonis (´Dichter-Sprecher´), ume (´Haus´), neno (´Tag´), manas (´Sonne´), meo (´Katze´), oni, (´Honig´), pa`e, (´Held´), pah, (´Erde´), nifu, (´See´), ulan, (´Regen´), sikoli, (´Trauerlied´), bonet, (`Reigentanz´), nasi, (´Wald´), kuan, (´Dorf´), lene, (´Garten´), lopo, (´Speicher´), mau, (´Bekleidung´), kono, (´Bart´), nakan, (´Kopf´), ao, (´Körper´), mamat, (´Betelpfriem´), kili, (´Kamm´), klofo, (´Schlamm´), sunaf, (´Horn´), tenun, (´Schirm´), abas, (´Baumwolle´), bae, (´Schwager´), nai (´Herr´), feku (´Flöte`), netu (´Hügel´), suni (Schwert´), li anah, (´Kind´), hae (´Fuß´), nakan (´Kopf´), lene (´Garten´), Seo (Personenname) und Kuan Fatu (Ortsname).

sind Substantive, die in einem Satz als Subjekt, Prädikat, Objekt bzw. als durch die Valenz des Verbs bedingte Ergänzung auftreten können. Einige Beispielsätze bietet die folgende Übersicht:

  • Uab-Meto-Satz
  • Subjekt: Li anah n=kae ([Das] Mädchen es=weint).
  • Prädikat: In ama atonis (Sein Vater [ist] Dichter-Sprecher).
  • Objekt: Au u=hek bia molo (Ich ich=fange [ein] Rind ein).
  • Ergänzung: Au eki manu neu in ena (Ich bringe [ein] Huhn zu seiner Mutter).

2.1.1 Wörter im Singular wie

Person Subjekt Objekt Ergänzg. Besitz Proklise Enklise Reflexp.
1.Pers. au kau kau au u- -k kuk
2.Pers. ho ko ko ho m-, mu- -ko, -m kum
3.Pers. in in, neki in, neki in n-, an-, na- -na, -n kun

2.1.2 Wörter im Plural wie

1.Pers., inkl. hit kit kit hit t-, at-, ta- -kit, -kin kuk
1.Pers., exkl. hai kai kai hai m-, mi- -min, -kai kim
2.Pers., höfl. hi ki ki hi m-, mi- -min kim
3.Pers. sin sin, nekin sin, nekin sin an-, n-, na- -na, -n kun

sind Pronomen, die in Verbindung mit oder an Stelle eines Substantivs gebraucht werden: Sie können die Funktionen eines Subjekts, eines Objekts oder einer Ergänzung (als Zielpunkt des verbalen Geschehens), eines Possessivpronomens (Zugehörigkeit, Zuordnung, Verbundenheit, Zusammengehörigkeit) oder Reflexivpronomens (Rückbezug auf das Subjekt) übernehmen:

Subjekt Objekt Ergänzung Possessivpron. Reflexivpron.
Au u=hin ko.
Ich ich=verstehe dich.
Ama n=fios neki.
Vater erschlägt ihn.
Tipe n=tuisulat neu kau.
Tipe er=schreibt [einen] Brief an mich
Au li anah na=mas.
Mein Kind es=hübsch [ist].
Au ama na=manib kun.
Mein Vater er=belächelt sich.
Hai mi=nao neu kuan.
Wir wir=gehen ins Dorf.
Atoni i n=liu kit.
Dieser Mann er=vertreibt uns.
In oli n=em nok sin.
Sein Bruder er=kommt mit ihnen.
In asu na=fuf metan.
Sein Hund er=schwarzfellig [ist].
Ho m=niu kum.
Du du=wäschst dich.

Die oben erwähnte Klitisierung, Proklise oder Enklise von Personalpronomen, betrifft Verben (mit Proklitikon) und Substantive (mit Enklitikon):

Proklitikon Enklitikon
n-; 3.Person Singular -k; 1.Person Singular
In n=ait au olif.
Er er=holt meinen jüngeren Bruder.
Au naka=k kbubu.
Mein Kopf=er ist rund.
ta-; 1.Person Plural -n; 3.Person Plural
Hit ta=hin sin uab.
Wir wir=verstehen ihre Sprache.
Amfini le`i hae=n mnanu.
Die Väter dort, [die] Beine ihre [sind] lang (d.h. sie sind groß).</strong

Die Fragepronomen, sekau, ´wer´, sa, ´was´, on me, ´wie´, me, ´welche(r)´, es me, ´wo´, ko me, ´von wo´, eu me, ´wohin, nak on me, ´warum´ und leka, ´wann´, oder die Demonstrativpronomen des Uab Meto, le` na(ne), ´diese(r)´und le` i, ´jene(e)´, werden in diesem Zusammenhang nicht näher erläutert.

2.2 Wörter wie

it, (´sehen´), iun, (´trinken´), ait, (´holen´), nak, (´sagen´), ami, (´suchen´), ek, (´tragen´), man, (´erwerben´), om, (´kommen´), ok, (´begleiten´), sosa, (´verkaufen´), hin, (´wissen´), noina, (´lernen´), tan, (´fragen´), molok, (´reden´), uab, (´sprechen´), toti, (´bitten´), han, (´kochen´), bae, (´spielen´), leok, (´verbessern´), men, (´krank sein ), be, (´können, dürfen´), aunu, (´stören´), ton, (´informieren´), ua, (´essen´), loitan, (´reparieren´), sbot, (´rauchen´), nen, (hören´), sen, (´pflanzen´), banit, (´weben´), nao, (´gehen´), tok, (´sitzen´), fe, (´geben´), mui, (´besitzen, haben´), tup, (´schlafen´), sekal, (´auswechseln´), tobe, (´schließen´), fen, (´aufstehen´), tam, (´eintreten´), moe, (´machen´), mepu, (´arbeiten´), tao, (´hineinlegen´), polin, (´werfen´), soti, (´zählen´), lomi, (´mögen´), bukae, (´essen´), lunat, (´zeichnen´), oke, (´beenden´), sae, (´besteigen´), moni, (´leben´) und hel, (´ziehen´).

sind Verbstämme, die in einem Satz das Prädikat stellen und die in ihrer Form veränderbar (Proklise) sind. Mit Hilfe verschiedener Proklitika wird die unterschiedliche Personalform angegeben. Neben der Metathesis ist die Klitisierung der Verben ein charakteristisches Kennzeichen des Uab Meto. Die proklitische Anlehnung eines schwach betonten Morphems an den Verbstamm verbindet das entsprechende Verb eng mit dem Subjekt der Handlung. Die morphologische Kennzeichnung des Uab Meto-Verbs durch ein Proklitikon legt dieses Verb auf die grammatische Kategorie der Person fest (siehe Tabelle oben). Einige Beispielsätze zur Position und zum Gebrauch der Verben zeigt die folgende Tabelle:

Uab Meto-Satz Interlinearübersetzung
Sin olif n=tui sulat neu in fetof. Ihr Bruder er=schreibt [einen] Brief an seine Schwester.
Au u=han ane nok utan. Ich ich=koche Reis und Gemüse.
Neon mabe i hit ta=molok tok ama desa. Heute Nachmittag wir wir=reden mit [dem] Bürgermeister.
Afi au tataf na=noina nalalien anbi skol. Gestern mein älterer Bruder er=lernte schon in [der] Schule
Haimu=kae natuina hai ama n=maet. Wir wir=weinen, weil unserer Vater er=gestorben ist.
Leka sin n=sen bi hai lene. Wann sie sie=pflanzen in unserem Garten.

Der Dialekt des Uab Meto, wie er in Amanuban gesprochen wird, verwendet zur Verneinung einer Handlung oder zur Abwertung einer Qualität die Negationspartikel ka bzw. ka … fa (´nein´, ´nicht´ bzw. ´kein´). Während ka im Zusammenhang mit Substantiven das Vorhandensein einer Fähigkeit oder Eigenschaft negiert, ka … fa Verben und Adjektive auf folgende Weise:

Au ena ka bukae fa (Meine Mutter ißt nicht).
In bikase ka lekof (Sein Pferd [ist] nicht gut).
Ho ka mpok (Du [bist] nicht dick).
Sin ka nemfa (Sie kommen nicht).
In ka atoni (Er [ist] kein Mann).

Als imperativische Negation steht im Uab Banamas kaisa als Aufforderung ´etwas nicht zu tun´ zur Verfügung.

Im Gegensatz zu den Verben sind Uab Meto-Adverbien ihrer Form nach unveränderlich. Adverbien stehen entweder als Umstandbestimmung beim Verb oder als Attribut beim Substantiv, Adjektiv oder Adverb. Zu dieser Wortart gehören Lokaladverbien (Orts- und Raumangabe), Temporaladverbien (Zeitangabe), verschiedene Kategorien von Modaladvierbien (Art und Weise) sowie Kausaladverbien (Begründung). Die wichtigsten Uab Meto-Adverbien erläutert die folgende Übersicht:

  • Temporaladverbien stehen gelegentlich auch am Anfang, meistens am Ende eines Satzes. Ein genauer zeitlicher Verbaspekt muß in diesem Falle nicht angegeben werden, da die Zeit, in der die Handlung stattfindet, durch ein Temporaladverb genügend gekennzeichnet ist. Die geläufigsten Temporaladverbien des Uab Meto sind: ahunut, ´früher´, afi, ´gestern´, tabu le`, ´jetzt´, lelo, ´vorher´ und noka, ´morgen´:

In nah nalali lelo (Er aß schon vorher [eben]).
Ahunut in na=mas (Früher sie [war] sie=schön).
Tabu le` hai mi=uab nok sin (Jetzt wir wir=sprechen mit ihnen).
Noka au fetof fen nem (Morgen meine Schwester bricht auf).

  • Das Uab Meto unterscheidet verschiedene Modaladverbien:
  • Die Adverbien ait, ´möglich´, so`, ´etwas unbedingt tun müssen´ und oni, ´vielleicht´, werden zur Kennzeichnung der Möglichkeit verwendet. Die normale Position dieser Adverbien ist die Satzmitte, meistens zwischen Subjekt und Prädikat:

Noka sin ait a=nao (Morgen sie vielleicht sie=kommen).
Hit so` talan nok in li anah (Wir müssen geduldig sein mit seinem Kind).
Au oni u=hin lanan i (Ich vielleicht ich=kenne Weg jenen).

  • Die Adverbien fe`, ´gerade´, of, ´werden´ und nalali, ´schon´, die den zeitlichen Aspekts des Verbs kennzeichnen, müssen untrennbar mit dem Verb verbunden werden. Im Zusammenhang mit dem Verb einer Handlung werden diese Adverbien gebraucht, um die zeitliche Relation zu kennzeichnen, die zwischen dem Sprechakt und dem durch die Aussage bezeichneten Sachverhalt oder Ereignis besteht. Da die Proklita nur die grammatische Person und nicht die Tempusform des finiten Uab Meto-Verbs angeben, bilden diese Adverbien die einzige Möglichkeit, das jeweils angesprochene Geschehen mit der zeitlichen Perspektive des Sprechenden in Beziehung zu setzen. Die drei Uab Meto-Adverbien des Verbaspekts, fe`, of und nalali, verschmelzen im Sprachgebrauch zu einer untrennbaren Verbalphrase:

nalali, ´schon, bereits, fertig´ (eine Tätigkeit ist abgeschlossen; bukae nalali, ´bereits [fertig] gegessen´) = (Vergangenheit);
fe`, ´gerade´ (bei der Ausübung einer Tätigkeit sein; fe` antup, ´schläft gerade´) = (Gegenwart);
of, ´werden´ (die Durchführung einer Tätigkeit beabsichtigen; of mepu, ´wird arbeiten´) = (Zukunft).

Die Vergangenheitsform des Uab Meto-Verbs kann ebenfalls mit dem Suffix -en gebildet werden:

Hit tokok nalali tbi sin lene (Wir wir=sitzen schon in ihrem Garten).
Au olif fe` an=tup (Mein jüngerer Bruder er=schläft noch).
Fai i ho of mu=kon (Nacht heute du wirst du=schnarchen).

  • Die Adverbien lo-lo, ´selten´, faetan, ´einmal, einst´, na, ´oft, häufig´, mana, ´wiederholt´ und knet es, ´einen Augenblick, Moment´, fügt man zur Kennzeichnung einer zeitlichen Quantität ein. Einige dieser Adverbien stehen immer vor dem näher bezeichneten Verb oder Adjektiv:

Au ena lo-lo an=tup nbi in ume (Meine Mutter selten sie=schläft in ihrem Haus).
Ho na m=nao neu ho bae? (Du oft du=gehst zu deinem Schwager?).

Andere Adverbien, die ebenfalls die zeitliche Quantität eines Verbs oder Adjektivs erläutern, stehen hinter dem näher bezeichneten Wort:

Sin an=nao nalali mana neu au ama (Sie sie=gingen wiederholt zu meinem Vater).
In n=pao knet es (Er er=wartet einen Augenblick).

  • Das Adverb ala, ´nur´, erlaubt die Kennzeichnung der Begrenzung einer Handlung, einer Absicht, eines Verhaltens oder eines Ereignisses. Dieses Adverb steht unmittelbar vor dem Verb:

Sin meo ala n=iun oe maputu (Seine Krieger-Kopfjäger nur sie=trinken heißes Wasser).
Ho bae ala m=nao noka (Dein Schwager nur er=kommt morgen).

  • Die Adverbien nes, ´sehr, mehr´, akle`o, ´wenig´ und anes, ´am meisten´, dienen der Kennzeichnung des Grades einer Qualität. Im Satz positioniert man sie unmittelbar im Anschluß an das näher bezeichnete Adjektiv:

Bi sopo i na=mas nes ([Die] Frau jene [ist] sie=hübsch sehr).
Li anah es nane meot anes ([Das] Kind dort [ist] am dünnsten).

Die genannten Uab Meto-Adverbien werden als Umstandsangabe in Verbindung mit Verben oder als unselbständige, nähere Bestimmung von nominalen Satzgliedern (Attribut) gebraucht. Sie geben die näheren Umstände eines Geschehens an, indem sie Teilsätze bzw. Verben oder Adjektive eines Satzes näher erläutern. Uab Meto-Adverbien besitzen eine hohe Mobilität hinsichtlich ihrer Position im Satz – sie können unmittelbar beim Verb oder Adjektiv stehen oder weit entfernt.

2.3 Wörter wie

naek, (´groß´), baun, (´klein´), mas, (´hübsch´), menu, (´bitter´), hae, (´müde´), peh, (´faul´), hin, (´klug´), mono, (´dumm´), knino, (´sauber´), makoe, (´fleißig´) mnene, (´ruhig´), matane, (´grob´), mafauban, (´dick´), mesokan, (´dunkel´), meusine, (´hell´), metan, (´schwarz´), molo, (´weiß´), mina, (´süß´), nale`u, (´schlecht´), leko, (´gut´), tuka, (´kurz´), mnanu, (´lang´), nukat, (´arm´), afa, (´dick´), folo, (´blind´), maputu, (´heiß´), matane, (´viel´), manikin, (´kühl´), feu, (´neu´), kbubu, (´rund´), teme, (´unversehrt´), ole, (´schwach´), pete, (´naß´), meto, (´trocken´), kase, (´fremd´), seti, (´frech´), mate, (´unreif´), teas, (´hart´), luman, (´leer´), san, (´falsch´), penu, (´krumm´) und onan, (´richtig´).

sind Adjektive, die Merkmale und Eigenschaften eines Substantivs näher be#zeichnen. Mit ihnen gibt der Sprecher an, was jemand oder etwas ist oder wie sich etwas ereignet. Ihrer Form nach kennt das Uab Meto zwei Arten von Adjektiven:

  • Adjektive, die mit Personalproklitika verbunden werden müssen und solche,
  • die ohne Klitisierung auskommen: na=mas, ´sie=hübsch´, mu=peh, ´du=faul´, an=hae, ´sie=müde´ etc. (für die Proklitika siehe Tabelle oben).

Bei der letzten Gruppe handelt es sich um Zustandsverben, die sich höchstens semantisch – und dadurch, daß sie sich steigern lassen – von den Verben unterscheieden.

Uab Meto-Satz Interlinearübersetzung
Li anah feto na=mas n=tok n=bi ume kbubu. [Das] Mädchen sie=hübsch sie=wohnt in ihrem Haus [dem] runden.
Au ka lomif tefu mina. Ich nicht mag Zuckerrohr süß.
Afi sin an=nao bi sin kuan luman. Gestern sie sie=gingen in ihr Dorf [das] leere.
Atoin nukat le` na n=kae matane. Mann arm dieser er=weint viel.

Von den meisten Adjektiven des Uab Meto lassen sich, wenn semantisch möglich, Vergleichsformen bilden, die durch Adjektive bezeichnete Eigenschaften einer impliziten Werteskala zuordnen. Die folgende Tabelle zeigt die Bildung des Komperativs und des Superlativs mit Hilfe von Affixen:

Adjektiv Komperativ Superlativ
leko; gut na=leok; besser na=leok nes; am bessten
naek; groß na=naek; größer na=naek nes; am größsten
kleo; wenig na=kleo; weniger na=kleo nes; am wenigsten
mfaun; viel na=mafaun; mehr na=mfaun nes; am meisten

2.4 Zu den wichtigsten Präpositionen des Uab Meto gehören Wörter wie

-eu, ´nach, zu´ bzw. ´nach, zu jemandem´, -bi, ´auf, bei, zu in´, -ko, ´von … aus, von … ab´ und -ok, ´(zusammen) mit´.

Um bestimmte Verhältnisse und Beziehungen zu veranschaulichen werden Uab Meto-Präpositionen in der Regel mit einem Substantiv oder Pronomen zu einer stabilen Einheit verbunden. Man gebraucht diese Präpositionen nie in ihrer Stammform, sondern immer zusammen mit dem Proklitikon der jeweiligen Person wie die folgende Tabelle zeigt:

Singular Plural
1.Person 2.Person 3.Person 1.Person 2.Person 3.Person
au…`eu… ho… meu… in…neu… hit…teu… hai…meu… sin…neu…
au…`eu… ho… meu… in…neu… hit…teu… hai…meu… sin…neu…
au…? bi.. ho…mbi… in…nbi… hit…tbi… hai…mbi… sin…nbi…
au…uko… ho…muko… in…nako… hit…tako.. hai…miko… sin…nako…
au…òk ho…mok… in…nok… hit…tok… hai…mok… sin…nok…

Einige Beispielsätze genügen, um die Position und Verwendung der Uab Meto-Präpositionen zu veranschaulichen:

Uab Meto-Satz Interlinearübersetzung
Sin an=nao n=eu nasi Sie sie=gehen nach Wald.
Afi hit at=nao t=ok naof t=bi ume. Gestern wir wir=gingen mit meinem Bruder zu [dem] Haus.
Au ka u=hinif atoin es nane nem nako Kupang. Ich nicht ich=weiß, Mann dieser kommt aus Kupang.
Sekau nao nok ho ama m=eu ume kotin. Wer geht mit deinem Vater nach [dem] Haus hinter?

2.5 Die verschiedenen Konjunktionen

koordinierende Konjunktionen subordinierende Konjunktionen
ma, `und` fun, `weil`
tan, `und auch` leka, `als`
ai`, `oder` nalali, ´danach´
mes, ´aber´ tal, ´so daß`
amsoput, ´dann, darauf´ bait, ´wenn, falls´
manesit, ´sogar, vor allem´ baitle, ´vorausgesetzt, daß´
henati, ´damit´
on bzw. onle`, ´wie, als ob´
natuin, ´weil, wegen´
esnanet, ´so daß, dann, darauf´
nak, ´daß´
le`, ´welche(e)´

und ihre Funktion werden im Zusammenhang mit den Satzformen des Uab Meto erläutert.

3. Die Wortbildung im Uab Meto
Wie die meisten austronesischen Sprachen gehört das Uab Meto zu den Sprachen mit agglutinierendem Bau (lat. agglutinare, ´anleimen´). Agglutination bezeichnet ein morphologisches Bildungsprinzip, das bedeutungstragende Morpheme aneinan#derreihend mit dem Wortstamm verbindet. Auf diese Weise wird der Wortstamm zur Quelle neuer lexikalischer Bedeutungen. Affigierung und Klitisierung, die die eigentliche Bedeutung von Nomen, Verben und Adjektiven variieren oder erweitern, spielen auch in der Wortbildung des Uab Meto eine große Rolle. Während die Affigierung ein morphologisches Verfahren darstellt, führt der morphosyntaktische Prozeß der Klitisierung des Wortstamms streng genommen nicht unbedingt zu ei#ner neuen Bedeutung des betroffenen Stammes. Da sie aber zu einem Wort mit ab#gewandelter Bedeutung führt, kann sie in diesem Zusammenhang besprochen werden.

3.1 Klitisierung
Klitisierung ist ein zusammenfassender Begriff für die als Proklise bzw. Enklise bezeichnete Anlehnung eines schwach oder nicht betonten Wortes (Proklitikon bzw. Enklitikon) an ein anderes. Eine deutliche Erläuterung der Funktion der Enklise erfordert es, weiter unten von Possessivität beziehungsweise von einem Possessivsuffix zu reden. Ein oder mehrere Phone eines Wortes gehen mit einem vorausgehenden oder folgenden Wortstamm eine mehr oder weniger enge morphologische Verbindung ein. Von Proklise spricht man, wenn das folgende Wort, von Enklise, wenn das vorausgehende Wort von dieser Anlehnung betroffen ist. Im Uab Meto werden insbesondere pronominale Marker durch Klitisierung mit einem anderen Wortstamm verbunden.

3.1.1 Proklise
Die proklitische Anlehnung und gleichzeitige phonetische Abschwächung der auf ein Phon oder eine Silbe reduzierten Uab Meto-Personalpronomia an die diesem Pronomen folgenden Wortstämme betrifft Verbstämme oder deren semantische Erweiterung durch Suffixe. Die Uab Meto-Proklise ist im weitesten Sinne mit der Konjugation eines Verbs vergleichbar. Die so vorgenommene Veränderung der morphologischen Gestalt bezeichnet jedoch allein die grammatische Person, und dies auf unterschiedliche Weise:

Gram. Person Proklise Typ 1 Proklise Typ 2 Proklise Typ 3
1.Pers. Singl. au Verbstamm u- + Verbstamm Verbstamm
2.Pers. Singl. ho m- + Verbstamm mu- + Verbstamm m- + Verbstamm
3.Pers. Singl. in n- + Verbstamm na- + Verbstamm an- + Verbstamm
1.Pers. Pl. hit (inkl.) t- + Verbstamm ta- + Verbstamm at- + Verbstamm
1.Pers. Pl. hai (exkl.) m- + Verbstamm mi- + Verbstamm m- + Verbstamm
3.Pers. Pl. sin n- + Verbstamm na- + Verbstamm an- + Verbstamm

Hinsichtlich der phonetischen Unterschiede, die bei den Proklisetypen I bis 3 auffallen kann von morphophonologischen Prozessen bei der Wortbildung gesprochen werden: Lautverlust, Lautzuwachs und Lautvariation führen von Proklise Typ 1 zu den Typen 2 und 3.
Das Uab Meto kennt drei morphophonologische Verfahren, die zwar die Gestalt eines Wortes verändern, nicht aber seinen Bedeutungsgehalt. Aus diesem Grund kann auch hier, wie in Bezug auf die Klitisierung, nicht eigentlich von Wortbildung gesprochen werden.
In den folgenden tabellarischen Übersichten erläutern einige Beispiele das Prinzip der Proklise im Uab Meto, wobei sich die erste Tabelle auf nur ein Verb, die zweite, der besseren Vergleichbarkeit wegen, auf verschiedene Verben bezieht:

Wortstamm: HIN (‚wissen‘) Proklitikon Proklise Übersetzung
au + hin > au u=hin u- u=hin ich ich=weiß
ho + hin > ho mu=hin mu- mu=hin du du=weißt
in + hin > in na=hin na- na=hin er er=weiß
sie sie=weiß
hit (inkl.) + hin > hin ta=tahin ta- ta=hin wir wir=wissen
hai (exkl.) + hin > hai mi=hi mi- mi=hin wir wir=wissen
sin na=hin na- na=hin sie sie=wissen
Wortstamm Proklitikon Proklise Übersetzung
hin, ´wissen´ na- (in) na=hin (er) er=weiß
it, ´sehen´ m- (ho) m=it (du) du=siehst
nen, ´hören´ at- (hit) at=nen (wir) wir=hören
sos, ´kaufen´ an- (sin) an=sos (sie) sie=kaufen
molok, ´sprechen´ u- (au) u=molok (ich) ich=spreche
han, ´kochen´ ta- (hit) ta=han (wir) wir=kochen
tae, ´antworten´ mi- (aih) mi=tae (wir) wir=antworten

3.1.2 Possessivität
Zur Bezeichnung der Possessivität wird eine Kurzform – phonetisch abgeschwächte Form – des Personalpronomens (auch Enklitikon, hier Possessivsuffix, genannt) dem Beziehungswort, einem Nomen oder Verb, suffigiert (s.u. Tabelle), wobei ihm die volle Form des Pronomens vorangeht; das heißt, jede besitzende Person wird zweimal genannt wie beispielsweise au naka=k, mein Kopf=meiner‘ oder in n=tui=na ena sulal, ‚er er=schreibt=seiner Mutter [einen] Brief. Die für die entsprechende Suffigierung notwendigen Suffixe (Enklitika) listet die folgende Tabelle auf:

Grammatische Person Possessivpronomen Possessivsuffix
l.Pers. Singl. au kau -k
2.Pers. Singl. ho ko -ko, -m
3.Pers. Singl. in in, neki -na, -n
1.Pers. Pl. (inkl.) hit kit -kit, -k
1.Pers. Pl. (exkl.) hi kai -kai, -ki
3.Pers. Pl. sin sin, neki -na, -n

Zur genaueren Kennzeichnung von Verhältnissen der Zugehörigkeit, Zuordnung oder Verbundenheit wird das solchermaßen reduzierte Possessivsuffix enklitisch an Substantive oder Verben angehängt. Die folgenden Beispiele verdeutlichen dieses Prinzip zur näheren Bezeichnung der Possessivität im Uab Meto:

Grammatische Person Enklitikon
als Possessivitätsmarker
Übersetzung
3.Pers. Singl. in in nek=na er Herz=seines
sein Herz
2.Pers. Singl. ho ho fefa=m du Mund=deinen
dein Mund
l.Pers. Pl.(inkl.) hit hit usi=k wir Herrscher= unseren
unser Herrscher
3.Pers. Singl. sin sin naton=n ama sie sie=informieren=ihn
[ihren] Vater
2.Pers. Singl. ho ho mait=na upun du du=kaufst=sie
[die] Mangofrucht
3.Pers. Pl. sin hit ta=tui=n sin wir folgen=ihnen ihnen
2.Pers. Singl. ho ho bife=ko deine Ehefrau=deine
3.Pers. Pl. sin sin asosa=n wir [sind] Händler=wir
2.Pers. Pl. (exkl.) hi hi asosa=ki wir [sind] Händler=wir
3.Pers. Singl. in pah tua=n
pah in tuan
Land Herr=seines
[das] Land [sein] Herr

3.2 Affigierung oder Formantien
Die Erweiterung von Wortstämmen durch Affixe betrifft im Uab Meto Substantive, Verben und Adjektive und ist auf drei verschiedene Weisen möglich. Je nach Stellung der Affixe zum Wortstamm unterscheidet man zwischen Präfix- oder Suffixbildung sowie einer Kombination aus Präfix und Suffix (Zirkumfix). Die folgende Tabelle enthält einige Beispiele der zahlreichen, dem Wortstamm vorausgehenden (Präfix) und folgenden (Suffix) Wortbildungselementen:

Affix Funktion
Präfix: ma- + Stamm bildet aus dem Wortstamm des Substantivs meist intransitive Verben beispielsweise etwas erlangen, erreichen oder besitzen:
sufa, ‚Blüte‘ / ma=sufa, ´blühen‘
oli, ‚jüngerer Bruder‘ / ma=oli, ´einen jüngeren Bruder haben´
Suffix: Stamm + -b bildet transitive Verben mit kausativer Funktion:
mese, ‚eins‘ / mese=b, vereinigen, eins werden‘
apu, schwanger’/ apu=b, ’schwängern‘
nesi, ´mehr‘ / nesi=b, ´etwas vermehren‘
Suffix: Stamm + -nan Ermächtigungssuffix: das vom Wortstamm ausgedrückte kann ausgeführt werden (erfordert meistens Metalhesis):
meto, trocken‘ / meol=nan, ´trocknen legen´
kae, weinen‘ / kae=nan, ‚jmd. zum Weinen bringen‘
Suffix: Stamm + -f Identitätssuffix: zeigt Ähnlichkeit bzw. Identität an; etwas ist „so wie …“:
nisin, ‚Zahn‘ / nisi=f, ´so wie ein Zahn‘
usi, Herrscher‘ / usi=f, ´so wie ein Herrscher‘
Suffix: Stamm + -en zeigt das Präteritum an:
lup, ’schlafen‘ / lup=en, [schon] ´geschlafen‘
lufu, schlagen‘ / luf=en, [schon] ´geschagen‘
Suffix: Stamm + -s bildet aus einem Verb ein Substantiv, das ein Ergebnis oder einen Gegenstand bezeichnet (Typ 1):
toni=s, mündliche Dichtung‘
role=s, Bitte‘
Suffix: Stamm + -t bildet aus einem Verb ein Substantiv, das ein Ergebnis oder einen Gegenstand bezeichnet (Typ 2):
kena=t, ´Gewehr‘
lomi=t, ´Wunsch‘
Präfix: a- + Stamm
Suffix: Stamm + -t
bildet aus einem Verb ein Substantiv, das den Handelnden bezeichnet (Typ 1):
a=toni=s, der ´Redende‘
a=tote=s, der ´Fragende‘
Präfix: a- + Stamm
Suffix: Stamm + -s
bildet aus einem Verb ein Substantiv, das den Handelnden bezeichnet (Typ 2):
a=kena=t, der Schütze‘
a=lomi=s, der Wünschende‘

3.3 Volle Reduplikation (oder Iteration)
Reduplikation, das heißt die Verdoppelung der Wortstämme von Nomen, Verben und Adjektiven, dient im Uab Meto insbesondere der Vermehrung, Kontinuierung und der Ausdrucksverstärkung. Wie bei der oben beschriebenen Klitisierung handelt es sich auch hier um eine morphosyntaktische Strategie der Wortbildung, die vier verschiedene Funktionen erfüllt:

Funktion der Reduplikation Beispiele
Bezeichnung des Plural fatu, ‚Stein‘ / fatu-fatu, ‚Steine‘
ama, ´Vater‘ / ama-ama, ´Väter´
etwas gerne oder wiederholt durchführen lasi, ‚Diskussion‘
las-lais, ´gerne, kontinuierlich diskutieren‘
poli, ´werfen‘
poil-poil, ´gerne wiederholt werfen‘
etwas gerade durchführen toko, ´sitzen‘
tok-tokot, ´gerade [erst] sitzen‘
nem, kommen‘
nem-nemal, ´gerade (an)kommen
Verstärkung der Intensität muti, ´weiß‘ / muti-muti, ´sehr weiß‘
tuka, ´kurz‘ tuk-tuka, ´äußerst kurz‘
noka, ´Morgen‘ / nok-noka, ´morgens früh‘

4. Die Uab-Meto-Phrase

Jedes Element eines Satzes kann ein einzelnes Wort oder eine Kombination von zwei oder mehr Worten sein. Im zweiten Fall spricht man von einer Phrase als einer zusammengehörigen Wortgruppe von relativer Selbständigkeit. Die Kurzcharakteristik einiger Uab-Meto-Phrasen im folgenden Abschnitt ist in Bezug auf die Kompositionstechnik der Kuan-Fatu-Chronik aus drei Gründen erforderlich, bilden Phrasen doch das grammatisch-kompositorische Fundament der Verse der Dichter-Sprecher:

  • Die Grund- und Variationsvers konstituierenden Tonis-Lexeme beziehungsweise Tonis-Lexemgruppen der Kuan-Fatu-Chronik werden in der überwiegenden Mehrzahl aus gleichen Phrasen oder aus Kombinationen unterschiedlicher Phrasen komponiert.
  • Weniger einzelne Wörter, sondern Phrasen oder Phrasenkombinationen ermöglichen den grammatisch-stilistischen Parallelismus, das wohl charakterisierendste Merkmal der Dichtungen aus Kuan Fatu.
  • Gerade die Phrase im Uab-Meto-Satz und in den Versen der Kuan-Fatu-Chronik ihre jeweilige Art sowie ihre Verwendung – bildet die Schnittstelle zwischen Alltags- und Literatursprache. Eine wissenschaftliche Darstellung der Tonis-Texte muss diesen Sachverhalt berücksichtigen, will sie diese als literarisches Genre und nicht als Ritualsprache kennzeichnen.

Als syntaktische Konstruktion, und hierarchisch betrachtet, nimmt die Phrase ihre Position zwischen dem einzelnen Wort und dem Teilsatz (clause) ein, der dem vollständigen Satz syntaktisch vorausgeht:

Einzelwort ume, ´Haus´
Satz mit Einzelworten Au uhin ko.
Ich kenne dich.
Phrase Hai ume.
Unser (exkl.) Haus.
Satz mit Phrasen Aloin mnasi es nane ntok nbi kuan nbi lasi ninen.
Dieser alte Mann wohnt in einem Haus am Rand des Meeres.
Teilsatz Hai ume ka naekfa, (naluina … ).
Unser Haus ist nicht groß, (weil…)
vollständiger Satz Hai ume naek, naluina atoni fanu ntok nbi nanan ume i.
Unser Haus ist groß, weil acht Menschen in diesem Haus wohnen

Bei den für die Tonis-Verse relevanten Phrasenarten des Uab Meto handelt es sich primär um Nominal-, und Verbalphrasen. Von sekundärer Bedeutung ist die Verwendung von Präpositional- und Numeralphrasen, die in der Regel die Mitteilung der primären Phrasenart erweitern. Exemplarisch gibt die anschließende Tabelle Beispiele für diese beiden Arten:

  • Die Uab Meto-NOMINALPHRASE besteht aus dem konstituierenden Nomen und aus einem Substantiv, Adjektiv, Zahlwort, Pronomen oder einer Präposition wie beispielsweise
Nominalphrase
Substantiv fafi luken, (Schwein Ohr), ´Schweineohr‘
nai klofo, (Topf Ton), ‚Tontopf´
fe mone, (Frau Mann), ´Ehepaar‘
Substantiv-Bündel sufa mafuaf, ‚Blüte und Same‘
uki ai‘ tefu, ´Banane oder Zuckerrohr‘
pika ma sunu, ´Teller und Löffel‘
Pronomen-Nomen in ama, ´sein Vater‘
au ume, ´mein Haus‘
hit lene, ´unser Garten‘ (inkl.)
lokativ hau na’ko Soe, ‚Holz aus Soe‘
kuan bi tasi ninen, ‚Dorf am Rand (des) Meeres‘
nu’e bi in haen, ‚Wunde an seinem Bein‘
temporal bukaefai, ´Nachtmahl‘
ba’an un-unu, ‚[ein] früheres Versprechen‘
nok-nok ana, ´morgens [ganz] früh‘
Deixis atoni i, ‚jener Mann‘
nifu nane, ´dieser See‘
na´ Kolo, ´dies [hier ist] Kolo‘
Qualität fanu kloef, ‚zerrissenes Hemd‘
bael alekof, ´herrlicher Ort‘
nekan namen, ´trauriges Herz‘
Quantität ton nim, ´fünf Jahre‘
bikase bo’esam nua, ´zwölf Pferde‘
eon ne, ‚[die] sechste Tür‘
  • Die Uab- Meto-VERBALPHRASE entsteht aus der Kombination eines Verbs mit einem Nomen, Adjektiv, Adverb, Modus und Aspekt wie beispielsweise
Verbalphrase
Aspekt of anao, ´werde gehen‘
nfen nalali, ´schon erwacht‘
aunem, ´ich komm(an)‘
fe’ka likif, ´noch nicht ausgeschlüpft‘
Modus oni natol, ´vielleicht (jmd.) treffen‘
onle henkua, ‚möglich(erweise) herunterfallen´
kan lomif,(etw.) ´nicht mögen´
frequentativ tup ta’lolo, ´stundenlang schlafen‘
mnao fe, ´einen Moment du=weggehen‘
nahan lab-laban, ´fortwährend er=essen‘
qualitativ meup naki, ‚hart arbeiten‘
tuis mnutu, ´sorgfältig schreiben‘
kae mat-mat, ´schluchzend weinen‘
temporal mnah noka, ´morgens du=essen‘
nes nem, ´nachher kommen‘
sine tanao, ´übermorgen wir=gehen‘ (inkl.)
  • Die Uab-Meto-PRÄPOSITIONALPHRASE entsteht aus der Kombination einer Präposition mit einem Nomen wie beispielsweise
Präpositionalphrase
lokal (Ort, Raum) neu nasi, ´in den Wald‘
nbi nekan nanan, ´im (Inneren des) Herzens‘
neu sa’un, ´an seinem Rücken‘
na’ko haen, vom Unterlauf (des Flusses)‘
kausal (Mittel) nok benas, ´mit dem Hackmesser‘
nok in ama, ´zusammen mit seinem Vater‘
nok au, ´zusammen mit mir‘
  • Die-Uab Meto-NUMERALPHRASE entsteht aus der Kombination von Numerale und Nomen wie beispielsweise
Numeralphrase
Numeralphrase atoni mese, ‚ein Mann‘
meo bo’esam fanu, ´achtzehn Krieger-Kopfjäger‘

Auf die mannigfaltige Verwendung der einzelnen Phrasenarten bei der Satzbildung an dieser Stelle näher einzugehen, erübrigt sich in diesem Zusammenhang. Die Dichter-Sprecher beschränken sich bei der Komposition ihrer Verse auf diese grammatische Konstruktion. Erst das oben beschriebene Kulturwandelphänomen der umgangssprachlichen Formulierung durchbricht diese genrespezifische Konvention. Phrasen sind in grammatischer Hinsicht das auffälligste Merkmal der Literatursprache Tonis, Sätze herrschen dagegen im sprachlichen Ausdruck der natürlichen Sprache Uab Meto vor.

 

 

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